Vor- und nachgeburtliche (perinatale) Begleitung bzw. Therapie

Das Elternwerden und die Elternschaft sind ein besonderer Abschnitt im Leben und bringen für beide Elternteile neben tiefen Gefühlen der Freude auch neue Herausforderungen.

Komplikationen während Schwangerschaft, eine schwere Geburt oder Schwierigkeiten im Umgang mit dem Neugeborenen können Ängste und Stress auslösen. Oft ist es auch einfach nur schwierig mit den auftauchenden Veränderungen umgehen zu können.

Die Schwangerschaft, die Geburt und die Zeit danach bewirken nicht nur körperliche Veränderungen, sondern erfordern auch eine enorme innere Entwicklungsaufgabe. Die neue, unbekannte Situation löst Irritationen und inneres Ungleichgewicht aus und kann die Stimmungslage erheblich beeinflussen. Reichen die inneren Bewältigungsmechanismen nicht aus, kann es zu seelischem Leiden kommen. In den ersten Tagen nach der Geburt ist eine depressive Verstimmung, der Baby Blues, nicht selten. Hält die niedergeschlagene Stimmung über mehrere Wochen an, spricht man von einer postnatalen oder postpartalen Depression.

Die Psychoanalyse geht davon aus, dass in dem, wie die Frau – und auch der Mann – die Schwangerschaft und später ihr Neugeborenes erlebt, immer auch unbewusste innere Motive wirksam werden und Einfluss auf den Umgang mit dem Baby haben. Sich gerade in dieser Zeit der großen Umwälzungen auf sich selbst und seine oft unbewussten Phantasien, Wünsche und Ängste einzulassen hilft Ihnen, die Situation besser zu bewältigen. Die Schwangerschaft und die erste Zeit der Mutterschaft bewusster zu erleben und somit sich selbst und auch Ihr Kind besser zu verstehen gibt Ihnen in einer Phase der aufwühlenden Erfahrungen mehr innere Sicherheit und kann darüber hinaus auch sehr spannend sein.

Frequenz und Dauer:
1 bis 2 Sitzungen (á 50 min.) pro Woche im Sitzen;
in der Zeit der Schwangerschaft bis zum ersten Lebensjahr des Kindes

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