Psychoanalytisch orientierte Paartherapie

Eine Paartherapie ist eine Form der Psychotherapie, die der Bearbeitung und Lösung von Konflikten in Paarbeziehungen dient. Die Psychoanalyse geht davon aus, dass bei Entstehung und Fortdauer von Paarkonflikten unbewusste Muster des Erlebens und Verhaltens beider Partner entscheidend wirksam sind.

Die psychoanalytisch orientierte Paartherapie ist eine Einsicht gebende und verändernde Arbeit an unbewussten Beziehungs- und Konfliktmustern. Im geschützten Rahmen können beide Partner – anders als im Alltag – darüber sprechen, was sie bewegt. Die konflikthaften Erlebens- und Verhaltensmuster werden unmittelbar wirksam und können so erkannt und bearbeitet werden. Es beginnt ein Prozess, in dem die Partner gegenseitiges Verständnis dafür entwickeln, wie der Konflikt vom jeweils anderen erlebt wird und welche eigenen Anteile daran beteiligt sind.

In einer psychoanalytisch orientierten Paartherapie wird eine Sensibilität für das bewusste und unbewusste Zusammenspiel des Paares entwickelt. Eine vertiefte seelische Beziehung mit mehr Flexibilität, Toleranz, Offenheit und Nähe bzw. eine realitätsbezogenere Einschätzung der Situation als Basis für Entscheidungen wird ermöglicht.

Es kann eine aktuelle Krisenberatung im Umfang von ein bis fünf Stunden in Anspruch genommen werden. Ab zehn paartherapeutischen Sitzungen ist ein längerfristiger Prozess möglich, in dem ein Paar an der Verbesserung der Beziehungsstruktur arbeiten kann.

Frequenz und Dauer:
1 Sitzung (70 min.) pro Woche;
Paarberatung 1 bis 5 und Paartherapie 10 bis 50 Sitzungen, an denen beide Partner teilnehmen

Welche Themen können Anlass für eine Paarberatung oder Paartherapie sein?